Mehr über meinen Massage-Weg
Vor nunmehr über 24 jahren stolperte ich zufällig über eine „Massagedemo“. Und so sehr ich weiter wollte, es ging nicht. Völlig verzaubert blieb ich wie angewurzelt an dem Stand stehen und schaute den Massierenden zu. Irgendwann brachte ich meine Beine doch noch dazu, sich weiter zu bewegen. Doch sie brachten mich immer wieder dahin zurück. Das Zuschauen, eine unglaublich entspannende Wirkung. Die langen Streichungen und Schaukelbewegungen, ich spürte sie an meinem Körper, gleichzeitig empfangend und gebend. Diese Massagedemo entspannte und berührte mich, ohne dass ich körperlich berührt wurde. Und in mir war eine Gewissheit: Das will ich auch!
Den Mut zur Ausbildung hatte ich da noch nicht, aber der Same fand doch fruchtbaren Boden und ich meldete mich für den Esalenmassage Ferienkurs in Südfrankriech an. Tief berührt, wohl genährt aber auch aus vermeintlich sicheren Bahnen geworfen und aufgewühlt kehrte ich zurück, dachte tatsächlich, das Kapitel sei abgeschlossen. Meine Träume meinten anderes. Hartnäckig zeigten sie sich fast jede Nacht, immer war da Ray, ein Lehrer, zeigte mir, forderte mich auf zu zuschauen, zu lernen, zu kommen, zu fühlen, zu leben, zu massieren. Irgendwann hatte ich die Nase gestrichen voll von diesen wiederkehrenden Träumen, die Angst vor einer Ausbildung, resp. deren Abschlussprüfung, rückte in den Hintergrund und ich meldete mich für die Ausbildung zum Esalen Massage Practitioner an.
Die Art, wie die Esalen Massage Berührung versteht, war mir von Anfang an sehr nah. Der Fokus auf dem Verbindenden, dem Heilen, dem ganzen Menschen. Ich fühlte mich sofort daheim.
Die intensive Ausbildung war wunderschön, aber auch sehr schmerzhaft. Wie einige Abschnitte in meinem Leben (wohl in unser aller Leben). In die Dunkelheit zu blicken, Aussen wie Innen, ist aufs Erste oft alles andere als angenehm. Mich und die Welt mit allem zu umarmen ist eine Entscheidung, die ich auch heute immer wieder treffen darf.
Nun sind viele Jahre vergangen, vieles wurde gelebt und erlebt. Der Same durfte gedeihen, mein Gwunder und Entdeckergeist immer noch wach. So besuchte ich über die Jahre diverse Aus- und Weiterbildungen im Bereich Körperarbeit, energetischen und spirituellen Heilweisen, eins floss ins andere über und heute kann ich sie gar nicht mehr so ganz trennen.
Wie Osho sagte: Nur 10% erledigt die Technik, 90% die Liebe einer liebevollen Berührung.

Berührungen von zwei Körpern, über die körperliche Berührung hinausgehend.
Berührungen von Seele zu Seele. Seelenberührungen. Herzensberührungen.
Berührungen, die auch da drüber hinaus gehen, dorthin, wo es weder ein Du noch ein Ich gibt und sich auch die Rollen („Gebend“ und „Empfangend“) aufheben.
Bewegungen, deren Impuls aus dem Innern du eingeladen bist zu folgen und im Aussen Form zu geben.
Bewegungen von Aussen, wo ich achtsam Deinen Körper führe und Du Dich einfach führen lassen darfst und eingeladen bist, den Wellen bis nach Innen zu folgen.
Körperbewegungen, über das rein Physische hinausgehend. Seelenbewegungen. Herzensbewegungen. Herzensöffnung.
Atem. Ha. Wir atmen ein, wir atmen aus. Wir? Hmmm... ES atmet uns.
Wir nehmen auf, lassen frei. Verbunden über den Atem, das Innen, das Aussen, mit dem Alles. Auch der Atem berührt und bewegt.
Bewegen und berühren.
Bewegen lassen und berühren lassen. Bewegt werden und berührt werden.
Bewegt sein und berührt sein.
Wie ein Tanz. Wie ein spielerischer, freier, meditativer Tanz. Ein Seelentanz. Voller Leichtigkeit und doch mit Tiefe. Ganz im Hier und Jetzt und doch jenseits von Raum und Zeit. Verbunden und Eins und doch ganz bei sich. Ein göttliches Wesen und doch ganz Mensch.
Meine Gabe -
Berührung und Bewegung
in Verbundenheit und Präsenz.
Ja, so ist massieren für mich meine Herzensarbeit. Liebe verbindet mich mit ihr. Ich empfinde sie nicht als Arbeit, vielmehr als Gnade, als Segen.
Diese 3D-Welt in den Hintergrund rücken lassen und mit multidimensionalerem Blick schauen und fühlen.
In jedem Moment spüren, wohin die nächste Berührung, die nächste Bewegung hin will. Beide lauschen.
Was gibts Schöneres und Erfüllenderes?
Präsent Sein, in Liebe ein, in Verbundenheit Sein, in Frieden Sein.
Danke, Danke, Danke.


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